Ausgabe Februar 2009
Versicherungen Tarifrechner Service

 

das neue Jahr hat begonnen und jetzt geht es wieder darum, die guten Vorsätze Realität werden zu lassen. Was haben Sie sich vorgenommen?

 

Die Amerikaner haben den „Change“, den Wechsel gewählt. Aber auch viele Deutsche haben im letzten Jahr bereits gewechselt – nämlich ihre Adresse: Jeder achte Deutsche ist nach einer Studie des Energiedienstleisters Techem umgezogen – durchschnittlich rund 13 Prozent unserer Mitbürger.  Übrigens hat Sachsen-Anhalt mit etwa 17 Prozent das Rennen gemacht. Das Schlusslicht ist Baden-Württemberg mit 10 Prozent. Wie schön, dass E-Mail-Adressen dabei häufig unverändert bleiben.

 

Deshalb erhalten alle Abonnenten des Grundeigentümer Insiders heute wieder sicher und pünktlich ihre monatliche Lektüre. Mit jeder Menge Tipps und Trends rund um die Themen Grundeigentum, Bauen und Renovieren.

 

Ihr

Grundeigentümer Insider-Team

 


Inhalt dieser Ausgabe
Mit finanziellem Helm in den Wintersport.
Maxihaus mit Minibudget.
Wie man dämmend Kosten eindämmt.
Geschäft läuft wie geschmiert: Graffiti als Kunst am Bau.
Urteilslawine übers Schneeschaufeln.

Bildnachweis (von oben nach unten): Gerd Altmann, Herbert Nitzlnader, S. Hofschlaeger, Rainer Sturm, Ernst Rose, Thomas Max Müller

Alle www.pixelio.de

 

 

Impressum
Grundeigentümer-Versicherung VVaG
Große Bäckerstr. 7
20095 Hamburg
Name und Geschäftssitz:
GRUNDEIGENTÜMER-VERSICHERUNG,
Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG)
Telefon: 040 - 3766 3766
Telefax: 040 - 3766 3300
E-Mail: kunden-center@grundvers.de
Vertretungsberechtigte:
Heinz Walter Berens (Vorstandsvorsitzender)
Rüdiger Buyten (Vorstand)
Genehmigungsbehörde:
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
in Bonn

Registersitz:
Firmensitz in Hamburg (HRB13103)
USt-IdNr.: DE 118618300
Sie & Wir

Mit finanziellem Helm in den Wintersport.

Der tragische Skiunfall des thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus hat es gezeigt: Wintersport ist nicht nur ein entspannendes Vergnügen, sondern auch mit Risiken verbunden.

 

helmUnd dass dies kein Medienphänomen, sondern harte Realität ist, zeigen die Statistiken: In Österreich ereigneten sich in der vergangenen Saison über 59.000 Ski- und Snowboardunfälle, für dieses Jahr rechnet man mit 60.000. Dabei werden auf der Piste mehr Menschen Opfer eines Unfalls als auf der Straße. In der Schweiz gab es in der laufenden Saison seit November bereits fünf Tote. Ärzte, Versicherer und Bergwacht-Spezialisten fordern deshalb eine Helmpflicht für Wintersportler.

 

Wer den Kopf schützt, fährt besser – und sollte auch seinen Versicherungsschutz im selbigen behalten: Sinnvoll ist neben einer privaten Haftpflichtversicherung vor allem eine Unfallversicherung, die z.B. auch die Bergungskosten übernimmt. Denn diese müsste man ohne Schutz in der Regel selbst tragen. Auch ein Rettungsflug in ein nahe gelegenes Hospital kann mehrere tausend Euro kosten – im Premium-Tarif der Grundeigentümer Unfallversicherung sind Bergungs- und Transportkosten bis maximal 15.000 Euro eingeschlossen.

 

Mehr Infos dazu finden Sie hier... 

Grund & Boden

Maxihaus mit Minibudget.

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten denken viele Menschen über kostengünstiges Bauen nach. Ein Haus unter 150.000 Euro zu bauen – ist das überhaupt realistisch? Ist es – und es kommt nur auf die optimale Planung sowie detaillierte Recherche von Preisen an.

 

hausbesitzerGanz wichtig gleich zu Beginn: Legen Sie eine absolute Budgetgrenze fest und zementieren Sie sie – weichen Sie unter keinen Umständen davon ab. Vielfach kann es auch helfen, schon beim Erwerb des Grundstücks einen Experten (z. B. einen Architekten) hinzuzuziehen. So lässt sich schneller bewerten, ob das geplante Gebäude auf dem Baugrund auch wirklich errichtet werden kann. Dabei spielt die Größe des Gebäudes eine wichtige Rolle: Kalkulieren Sie genau, welchen Platzbedarf Sie mit wie vielen Personen wirklich brauchen. Motto: Jeder Quadratmeter zählt. Und jeder Quadratmeter weniger spart bares Geld.

 

Vielen Bauherren geht es gar nicht darum, ein wirklich großes Haus zu bewohnen, sondern einfach den Traum von den „eigenen" vier Wände zu verwirklichen. Fragen Sie sich auch, ob Sie wirklich einen Keller brauchen, denn der kann gut und gerne 30.000 Euro zusätzlich kosten. Der Stoff, aus dem Ersparnis ist, heißt auch „Material": Holzböden sind zum Beispiel oft günstiger als Steinböden. Wenn der Boden selbst verlegt wird und andere Arbeiten in Eigenleistung durchgeführt werden, lassen sich übrigens bis zu 10 Prozent der Baukosten einsparen. Und in jeder Form günstiger kann auch die Form des Hauses sein: Denn z.B. ein quadratisches, kompaktes Haus schont das Konto des Bauherren.

 

Wer mehr zu diesem Thema erfahren möchte, dem sei das Buch „Die besten Einfamilienhäuser unter 1.500 Euro/m²" von Gert Kähler und Bettina Hintze empfohlen. Es ist im Buchhandel erhältlich und auch im Internet hier... 

Bauen & Renovieren

Wie man dämmend Kosten eindämmt.

Wer als Bauherr oder Modernisierer auf Solartechnik, auf Holz als Wärmelieferant oder auf überproportionale Wärmedämmung setzt, kann fünfstellige Beträge vom Staat kassieren und seine Zinslast drücken. Denn auch 2009 stellt er über die Kreditanstalt für Wiederaufbau eine Reihe von Mitteln zur Verfügung – auch um die erlahmende Bauwirtschaft und den Klimaschutz zu beflügeln.

 

daemmenHier zwei Beispiele von bundesweiten Förderprogrammen – die von den zahlreichen Programmen der Bundesländer unabhängig sind:

 

Das „KfW Wohneigentumsprogramm“ zum Beispiel hat Privatpersonen als Zielgruppe, die ein selbst genutztes Haus oder eine Eigentumswohnung bauen oder kaufen. Die Konditionen dieses Programms bieten Effektivzinssätze ab 4,3 Prozent – hier sollte man zurzeit in jedem Fall mit Angeboten der Banken vergleichen.

 

Das „Programm Ökologisch Bauen“ bietet Kredite um 2,6 Prozent Effektivzins und richtet sich an Bauherren von Passivhäusern und von Energiesparhäusern mit einem maximalen Primärenergiebedarf von 40 beziehungsweise 60 Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr.

Maximale Kredithöhe pro Wohneinheit: 50 000 EUR.

Weiteres Plus: Als Kreditnehmer kann man sein Darlehen zu jeder Zeit kostenlos zurückzahlen – auch in Teilbeträgen.

 

Drittes Beispiel sind die zinsgünstigen Kredite der KfW Förderbank, die über alle Hausbanken zu beziehen sind. Hier wird die Dämmung der Gebäude mit niedrigen Zinsen belohnt. Weitere Infos finden Sie unter www.kfw-foerderbank.de.

 

Hat man das Gebäude dann besonders Energie sparend ausgestattet, kann man sich gleich an einem Wettbewerb beteiligen, der mit 120.000 EUR dotiert ist: "Effizienzhaus - Energieeffizienz und gute Architektur". Teilnehmen können Bauherren von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Mehrfamilienhäusern. Einsendeschluss ist der 13. März 2009. Weitere Infos und die Teilnahmebedingungen kann man unter www.wettbewerb-effizienzhaus.de einsehen.

 

Geschäft läuft wie geschmiert: Graffiti als Kunst am Bau.

Wenn Graffitis Häuser verschandeln, ist der Hausbesitzer meist der Angeschmierte. Kann der Täter nicht ermittelt werden, bleibt er auf den Reinigungskosten für die Fassade sitzen. Und die betragen nach Angaben des Deutschen Städtetags pro Jahr insgesamt gut 200 Millionen Euro.

 

graffitiDass Graffitis für Grundeigentümer aber auch ein Grund zur Freude sein können, dafür sorgt jetzt die junge Agentur für Fassadengestaltung „More Than Words“. Sie vermittelt Sprayern Aufträge aus der Wirtschaft oder von Privatleuten. Mit Erfolg: Die seriösen Künstler arbeiteten bereits für Thyssen-Krupp und namhafte Marken wie Nivea, Schwan Stabilo sowie private Bauherren. Diese besondere Kunst am Bau tut sogar Gutes: Einige Graffitis wurden zu Gunsten der Aidshilfe versteigert.

 

Dabei wird ebenso kreativ wie fachgerecht gearbeitet: Zunächst wird die Oberfläche der Fassade so vorbereitet, dass die Leuchtkraft über lange Zeit erhalten bleibt – inklusive einer mehrjährigen Garantie. Eine Zwei-Komponenten-Anti-Graffiti-Versiegelung schützt die Kunstwerke auch vor „Branchen-Nestbeschmutzern“: Wilder Graffiti-Übermalung, Vogelexkrementen und Moos. Interessante Beispiele für die Kunst am Bau – auf Fassaden, an Garagen, in Gärten und indoor - gibt es zu bestaunen unter www.morethanwords.de.

 

Übrigens: Unliebsame Graffitischäden am Gebäude sind bis zur Entschädigungsgrenze von maximal 5.000 Euro in der Wohngebäudeversicherung (Tarif: „Gebäudeschutz 60 mit Sicherheitspaket") der Grundeigentümer-Versicherung mitversichert.

 

Positionen & Paragraphen

Urteilslawine übers Schneeschaufeln.

Es ist kalt geworden in Deutschland. Und wie in jedem Jahr gibt es viel Gesprächsbedarf über das Wie, Wann und Wer des Winterdienstes. In zahlreichen Gerichtsurteilen haben Richter entschieden, was Rechtens ist. Ein paar interessante Urteile haben wir für Sie zusammengestellt:

 

glatteis

Urteil 1:

Dass Fußgängern verantwortungsbewusstes Handeln abzuverlangen ist, stellten Thüringer Richter fest: Ein Passant war auf einem mit Eis und Schnee bedeckten Fußweg ausgerutscht und hatte sich einen Fuß gebrochen. Der Eigentümer hatte eigentlich die Pflicht gehabt, den Weg von Schnee und Eis zu befreien. Jedoch musste er laut Urteil nur 50 Prozent Schadenersatz zahlen, da der Fußgänger eine Mitschuld am Vorfall trägt (AZ 4 U 646/04 OLG Thüringen).

 

Urteil 2:

Rechtmäßig ist es auch, wenn ein Vermieter die Räum- und Streuarbeiten auf seine Mieter abwälzt. Doch ist hier auch das Alter der Mieter zu berücksichtigen: Eine 80jährige konnte – ärztlich attestiert – aus Gesundheitsgründen keinen Winterdienst mehr verrichten, obwohl dies in ihrem Mietvertrag vereinbart war. Daraufhin stellte der Vermieter für die Wintersaison eine Gebühr von 290 Euro in Rechnung. Das Amtsgericht Hamburg-Altona urteilte, dies sei eine versteckte Mieterhöhung und die Kosten dürfen nicht an die Mieterin weitergegeben werden (AZ 318A C 146/06).

 

Übrigens: Bei anhaltendem Schneefall muss nicht ständig geräumt werden. Wenn ein Gehweg in den Morgenstunden geräumt wurde, so reicht ein weiteres Räumen bzw. Streuen um die Mittagszeit aus - so das Landgericht Bochum in einem Urteil (AZ 2 O 102/04).

 

Weitere Informationen zur Streu- und Räumpflicht finden Sie hier...

 

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